Villa Sachsen

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Samstag, 14. April 2007 / 16.00 Uhr, Rheinsaal
Vortrag von Horst-Eberhard Richter
Männlichkeit-Weiblichkeit-Elterlichkeit: Für eine Kultur des Friedens
Im Anschluß besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Ende ca. 17.30 Uhr.
Eintritt: 5 Euro.

Zur Person: Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter (*28. April 1923 in Berlin), Univ.-Prof. em.Dr. phil. Dr. med., ist ein deutscher Psychoanalytiker und Psychosomatiker. Der Autor zahlreicher Bücher gilt vielen als »der große alte Mann« der bundesdeutschen Friedensbewegung. Er ist Mitbegründer der bundesdeutschen Sektion der IPPNW (Ärzte gegen den Atomkrieg), sowie ehemaliger Direktor des Sigmund-Freud-Instituts, Frankfurt.

Der Vortrag findet im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Instituts für Orientalische Philosophie (IOP) und der Soka Gakkai International-Deutschland e.V. (SGI-D e.V.) statt.

Der Vortrag behandelt Inhalte aus der neuesten Veröffentlichung von Horst-Eberhard Richter. Die westliche Kultur wird darin als männlich-dominierte Kultur beschrieben, die sich hauptsächlich an Machtinteressen ausrichtet. Frauen haben inzwischen viel aufgeholt, sind berufstätig, haben eine gute Ausbildung und machen Karriere in der Gesellschaft. Sie sind erfolgreich, indem sie den Männern nacheifern. In diesem Sinne, so Richter, haben die Frauen sich »vermännlicht«. Dadurch fehlt der Gesellschaft aber etwas. Mit dem Begriff »Elterlichkeit«, den er selbst geprägt hat, will er das Weibliche und Männliche wieder zusammenführen. Elterlichkeit bedeutet, soziale Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Es bedeutet auch, dass die weiblichen und männlichen Tugenden zusammengehören und sich ergänzen. Bei »Elterlichkeit« geht es nicht um die Selbstverwirklichung des Einzelnen, sondern darum, die gemeinsamen Tugenden in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an SGI-D Kulturzentrum Villa Sachsen, Kimiko Brummer und Ulrike Lehmann. Fon: 06721-9040.

Freitag, 27. April 2007 / 20.00 Uhr, Rheinsaal
Villa Musica - Quasar-Quartett
Liera Nasushkina, Violine
Julia von Niswandt, Violine
Simon Tandree, Viola
Misha Samsonov, Violoncello

Beide waren Grenzgänger zwischen der Seele ihres Volkes und den großen Formen westlicher Musik: Tschaikowsky und Schostakowitsch. In ihren Streichquartetten hauchten sie der anspruchsvollsten Form deutsch-österreichischer Kammermusik russisches Leben und russische Seele ein. Hochromantisch das 2. Streichquartett von Tschaikowsky, vom Zeitgeist der Stalinära überschattet Schostakowitschs Nr. 4. Kein junges Streichquartett könnte besser die Brücke zwischen Westen und Osten bauen als das "Quasar Quartett" der Villa Musica. Seine Mitglieder kommen aus Weißrussland und Moldawien, Deutschland und Finnland. Sie wurden auf Wettbewerben vielfach ausgezeichnet und bekamen für frühere Tourneen durch Rheinland-Pfalz furiose Kritiken.

Programm:

Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 4 D-Dur op. 83
Tschaikowski: Streichquartett Nr. 2 F-Dur op. 22

Samstag, 25. August 2007 / 20.00 Uhr, Rheinsaal
Gernot Blume und Julie Spencer
Gernot Blume, Piano, Harfe
Julie Spencer, Marimba, Perkussion

Das Komponistenpaar Julie Spencer und Gernot Blume stellt an diesem Abend einen Ausschnitt aus seiner gemeinsamen Arbeit vor; das Duo schreibt und spielt eigene Stücke für Harfe, Marimba, Piano, Perkussion, Gesang, und eine ganze Garnitur anderer Instrumente.

Ihre Musik ist beeinflusst von zeitgenössischer Kompositionstechnik, der abendländischen Klassik, sowie Jazz, afrikanischen, asiatischen, und anderen Weltmusiktraditionen. Die beiden Multiinstrumentalisten verkörpern eine globale, stil- und grenzüberschreitende Musikästhetik, die tief greifende interkulturelle Erfahrungen zum Klingen bringt.

Programm:

Eigenkompositionen von Julie Spencer und Gernot Blume

Samstag, 06. Oktober 2007 / 20.00 Uhr, Rheinsaal
Thomas Gabriel Trio
Thomas Gabriel, Klavier
Gunnar Polansky, Kontrabass
Martin Klusmann, Schlagzeug

Nachdem Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre die swingenden Qualitäten Bach'scher Musik entdeckt und in "play-bach" umgesetzt wurden, ist es dem Thomas Gabriel Trio gelungen, dieser Tradition neue Impulse zu geben. Das Trio stellt mit einer interessanten Verknüpfung aus Barockmusik und Jazz seinen »Bach-Jazz« vor. Die Konsequenz, mit der das Thomas Gabriel Trio dabei vorgeht, unterscheidet es deutlich von seinen musikalischen Vorgängern. Trotz der Verbindung von Bach'scher Musik und Jazz bleibt das Original immer durchhörbar, die Grenze zwischen »alt« und »neu« verschwimmt.

Thomas Gabriel, Gunnar Polansky und Martin Klusmann lernten sich während ihres Musikstudiums an der Essener Folkwanghochschule kennen und gründeten in der klassischen Triobesetzung (Klavier, Baß, Schlagzeug) das Thomas Gabriel Trio.

Das Ensemble gastierte mit seinem »Bach-Jazz« bereits mehrfach erfolgreich in verschiedenen Konzertreihen im In- und Ausland (u.a. Arolser Barockfestspiele, Bachkirche Arnstadt, Festival Internationale di Musica da Camera Cervo, Festspiele Mecklenburg Vorpommern, Schleswig-Holstein Musikfestival).

Samstag, 10. November 2007 / 20.00 Uhr, Rheinsaal
Aiolos Trio Berlin
Kilian Herold, Klarinette
Manfred Baumgärtner, Fagott
Manfred Schmitt, Klavier

Grenzerfahrungen ganz anderer Art präsentieren die drei jungen Musiker des Aiolos-Trios: Isang Yun, dessen Monolog für Fagott zu hören sein wird verschmilzt in seinem Werk Östliches und Westliches zu einem singulären Personalstil, der Kunst des gleitenden Übergangs aus dem Geiste des Tao.

Steve Reichs »New York Counterpoints« wiederum bewegt sich auf der Grenze zwischen elektronischer und von Musikern live gespielter Musik; durch Wiederholung und Phasenverschiebung entsteht so Musik, die eine starke meditative Spannung entwickelt.

Paul Dessau wiederum ist einer derjenigen Komponisten, die sich im Spannungsfeld zwischen Staatstreue und dem Bedürfnis bewegte, in der Musik neue Wege zu gehen.

Eingerahmt werden die Werke dieser drei Grenzgänger durch Mendelssohns äußerst reizvolles Konzertstück und das nicht umsonst »Gassenhauer Trio« genannte Trio B-Dur von Ludwig van Beethoven.

Aiolos, der griechische Windgott und Namensgeber des Trios, ist Programm: Mit ihrer Musik bringen die Künstler frischen Wind in Konzertsäle und beleben Werke der Kammermusikliteratur in der selten zu hörenden Besetzung Klarinette, Fagott, Klavier neu. Kilian Herold, Manfred Baumgärtner und Manfred Schmitt lernten sich 2003 beim Deutschen Musikwettbewerb für Solisten in Berlin kennen. Die drei jungen Musiker wurden als herausragende Teilnehmer jeweils mit einem Stipendium ausgezeichnet und gemeinsam in die 48. Bundesauswahl Konzerte junger Künstler aufgenommen.

Programm: Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzertstück Nr. 1 f-moll op. 113 für Klarinette, Fagott und Klavier
Isang Yun: Monolog für Fagott
Steve Reich: »New York Counterpoints« für Klarinette und Tonband
Paul Dessau: 12 lustige Variationen über »Hab mein Wagen voll geladen«
Ludwig van Beethoven: Trio B-Dur, op. 11, »Gassenhauer Trio«

Sonntag, 16. Dezember 2007 / 17.00 Uhr, Basilika St. Martin
Weihnachtskonzert
J. S. Bach: Weihnachtsoratorium Kantaten I-III & VI
Ensemble Noël
Orchester, Vokalsolisten: NN
Thomas Lennartz, Leitung

Binger Meisterkonzert und festliches Weihnachtskonzert in einem: nach längerer Zeit erklingt wieder einmal J. S. Bachs Weihnachtsoratorium in der Basilika St. Martin. Professionelle Sänger und chorerfahrene Laien haben sich unter der Leitung von Regionalkantor Thomas Lennartz zum Ensemble Noël zusammengefunden.

Gemeinsam mit Orchester und Vokalsolisten musizieren sie zum Abschluss der Binger Meisterkonzerte 2007 diese wohl bekannteste Komposition zur Weihnachtszeit.